Stressmanagement - Was ist das eigentlich?
Und wozu brauche ich das überhaupt?
Naja, im Prinzip hat unser Körper die Fähigkeit, Stress ganz von selbst zu managen. Eigentlich.
Und eigentlich ist Stress an sich auch nichts Negatives. Zumindest nichts langfristig Negatives, wenn er sinnvoll verarbeitet und abgebaut wird.
Aber genau da liegt häufig das Problem:
Vielen von uns gelingt es in unserer heutigen Lebenswelt nicht, mit Stress adäquat umzugehen. Das mag daran liegen, dass unsere Welt immer schnelllebiger wird und immer mehr von Medien bestimmt wird. Es hat aber auch viel damit zu tun, dass der Leistungsdruck immens gewachsen ist und unsere Produktivität immer mehr steigt. Viele Menschen fühlen sich zunehmend in unserem System einfach nicht "zu Hause". In einem System, das auf Effizienz und Leistung ausgelegt ist, gelingt es nicht, alle abzuholen. Und gelingt auch nicht, Bedingungen zu schaffen, in denen Enwicklung und das Sammeln von Erfahrungen in Ruhe und gesund stattfinden kann - weder psychisch, noch körperlich. Insbesondere Eltern fühlen sich oft zerissen zwischen Familie und Beruf.
Und während wir mit diesen neuen, sehr komplexen Lebensanforderungen zurecht kommen müssen, steckt unser Nervensystem leider einfach noch in der Steinzeit fest.
Nichts gegen unser Nervensystem, Sympathikus und Parasympathikus machen ihren Job eigentlich ganz prima. Allerdings nur, wenn es darum geht, etwas zu erlegen oder davor zu flüchten. Oder uns körperlich mit jemandem auseinanderzusetzen - oder vor ihm davon zu rennen.
Wenig hilfreich, wenn man bedenkt, wie oft wir uns im Alltag in für uns stressigen, bedrohlichen oder eben stark fordernden Situationen wiederfinden, die eben nicht per Kampf oder Flucht lösbar sind. Wenn ich zum Beispiel im Büro sitze und mein Chef mir täglich so viele Aufgaben auf den Schreibtisch türmt, dass ich nicht mehr weiß, wohin mit all der Arbeit, kann ich ihm schlecht eins auf die Nase geben. Also, kann ich schon. Wird aber dann demnächst eher noch stressiger für mich. Nur so ein Verdacht. Flüchten geht auch nicht, höchstens in den nächsten Urlaub, bis dahin muss ich den Stress aber ganz schön lange aushalten.
Der Punkt ist also: Durch veränderte Lebensbedingungen, immer mehr Anforderungen und ein Nervensystem, das aus einer Zeit stammt, in der Stress noch anders aussah als heute, kann es sein, dass ich nicht mehr nur durch natürliche Abläufe zurück in meinen Urzustand komme. Den Zustand der Entspannung nämlich.
Und dort regelmäßig anzukommen, ist wichtig! Nicht nur für die Psyche, sondern für unseren Körper insgesamt. Viele Erkrankungen, darunter auch ernste und langwierige stehen im Zusammenhang mit chronischem Stress.
Daher kann es sinnvoll sein, ein wenig nachzuhelfen.
Oft geraten wir nämlich ansonsten immer wieder in den sogenannten Stresskreislauf, und der hat es leider in sich! Wie wir da ausbrechen können? Ich zeig es Dir! :)
Kleiner Spoiler: Bewegung hilft! Ja, sportliche Bewegung ganz besonders!
Aber es gibt viele Möglichkeiten der Stressbewältigung!
Angefangen bei klassischen Entspannungsverfahren wie Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung, die die Funktionen des Nervensystems praktisch in der Umkehrwirkung nutzen.
Tiefe Atemzüge, der Wechsel von An- und Entspannung der Muskeln und die gezielte Regulierung des Herzschlags suggerieren dem Körper, dass er keinen Grund hat, sich auf eine Anforderungs-Situation (Kampf oder Flucht) einzustellen. Er darf sich entspannen - also tut er es.
Kognitives Stressmanagement zielt darauf ab, stressverursachende und -verstärkende Gedanken zu erkennen und bewusst zu stoppen. Übungen hierzu sind zum Beispiel die Gedankenstopp-Technik oder die Übung des Entkatastrophisierens.
Das Emotionale Stressmanagement hingegen hält Übungen für Dich bereit, die Dich auf der Gefühlsebene Deines Stresserlebens abholen. Allein die Erkenntnis, eine Emotion erst aushalten und ausleben zu müssen, ehe Du sie loslassen und durch eine andere ersetzen kannst, kann schon hilfreich sein!
Außerdem bieten Übungen wie "Leichtes Lächeln" (so ähnlich wie Lach-Yoga, nur irgendwie angenehmer ;) ) oder das "Ankern von glücklichen Momenten" eine Möglichkeit zur Entspannung und Bewältigung von Stress.
Gibt es noch mehr?
Klar! Ein großes Themenfeld der Stressbewältigung liegt im sogenannten Instrumentellen Stressmanagement.
Hier lernst Du, woher Dein Stress überhaupt kommt - ja DEIN Stress. Du hast nämlich individuelle Stressoren und tief verankerte (negative) Glaubenssätze, die es zu entlarven gilt. Du kannst herausfinden, was Dein Stresserleben bestimmt und was Dich in Stresssituationen blockiert.
Im Gegenzug betrachtest Du Deine Ressourcen und entwickelst neue, positive Glaubenssätze, die Dir helfen, Deinem Stress stark zu begegnen.
Auch gewaltfreie Kommunikation, Problemlösetraining und Zielearbeit sowie Zeitmanagement spielen eine Rolle bei der Bewältigung von Stress!
Insbesondere wenn darum geht, in Beziehungen (sei es in der Partnerschaft oder mit Kindern) Stress zu vermeiden, ist Kommunikation häufig ein Schlüssel.
Wer sich immer nur auf das Problem konzentriert, verstellt sich oft den Blick für die Lösung.
Und wer seine Ziele kennt, ist grundsätzlich klarer in seinem Verhalten - oder? ;)
Beim Thema Zeitmanagement geht es tatsächlich gar nicht darum, möglichst effizient vorzugehen, sondern Prioritäten zu setzen. Alles geht selten! Also sei bereit, Dinge ohne schlechtes Gewissen hintenüber fallen zu lassen. Dein Tag hat nur 24 Stunden.
Ein besonderes Anliegen ist mir deshalb außerdem das Thema Achtsamkeit.
Warum?
Früher dachte ich oft: Jaja, Achtsamkeit, da ist was dran. Das sollte man sich mal vornehmen: Achtsamer durchs Leben gehen. Gut, hab' ich verstanden, bemüh ich mich hin und wieder mal drum, aber naja, im Alltag geht das halt oft unter, beschäftige ich mich irgendwann später mal mit.
Und genau da ist Achtsamkeit so wichtig! Genau da gewinnt sie an Bedeutung! IM ALLTAG!
Denn da entsteht meist der größte Stress, dort fühlen wir uns am häufigsten gestresst - und im Umkehrschluss haben wir das größte Potential Dinge zu entschleunigen und Entspannung für uns reinzubringen. Und wenn es nur 5 Minuten sind, in denen Du atmest. Nur 5 Minuten, in denen Du Deine Umgebung anders betrachtest, als im Autopiloten-Modus. Schau nach draußen, beobachte und lausche einfach. Ohne Wertung.
Nimm Dir regelmäßig Zeit, etwas achtsam zu tun. Sprich: OHNE dabei noch etwas anderes zu erledigen, anzuschauen oder zu besprechen. Du wirst erleben, dass das etwas verändert.
Ja, sogar beim Putzen oder Aufräumen! :)
Du siehst: Stresserleben kann auf vielfältige Weise im Körper entstehen - Du kannst ihm aber ebenso auf vielfältige Art und auf verschiedenen Ebenen begegnen.
In meinen Workshops und Coachings stelle ich die verschiedenen Möglichkeiten des Stressmanagements vor,
arbeite mit Dir an Deinen individuellen Stressoren, Werten und Glaubenssätzen, wir erarbeiten gemeinsam Ressourcen und neue Perspektiven. Du lernst, dass Du sehr viel mehr Einfluss auf Dein Stresserleben haben kannst, als Du heute denkst und lernst neue Übungen kennen, die Dir helfen können, in Deinem Alltag gelassener zu bleiben!
Du möchtest mehr darüber erfahren, wie Du Dich und Dein Nervensystem glücklich machen kannst?
Dann schau Dich bei meinen Workshop-Angeboten um oder kontaktier mich gerne über mein Kontaktformular oder per E-Mail für ein Coaching. Oder schau einfach bei Instagram auf meinem Profil Chilldaandme vorbei! Es ist ganz sicher auch was für Dich dabei!
Ich freu' mich auf Dich!
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